Damals als Augenzauber….

 

Die Musik von Karsten Troyke erinnert mich an ihn.Troyke und Borchert brachte er in mein Leben.Der Kreis aus Ohnmacht und aus Wut schloss sich doch gab es da eine tiefgehende Erkenntnis.

Und ich weiß es war gelenkt!

Advertisements

Geheimnisvolles/Unaussprechliches

„Das Unaussprechbare ( das, was mir geheimnisvoll erscheint und ich nicht auszusprechen vermag)gibt vielleicht den Hintergrund, auf dem das was ich aussprechen konnte, Bedeutung bekommt.“

Ludwig Wittgenstein

Manchmal erst später wissend weil man Bedeutung erfährt wenn man etwas unausgesprochen lässt.

Wunder

Das „Wunder“ besteht darin,daß überhaupt Menschen geboren werden, und mit ihnen der Neuanfang, den sie handelnd verwirklichen können Kraft ihres Geboreneins<

Hannah Arendt

Die Kraft versöhnt zu leben bedeutet immer auch sich selbst zu heilen.

Neugeburt – Anfang schaffen- etwas besser machen- nicht mehr ständig in den Wunden bohren ( die uns zugefügt worden)

Fäden weiter spinnen

ārôm und êrom

Zwei Worte fast identisch, die(fast?) gleiche Bedeutung in unserer Sprache, doch vielleicht erklären sie, warum wir eben nicht so unschuldig wie Kinder sein können.

Wissen öffnet die Augen, kann aber das Herz verschließen.

Anderes herum kann uns jeder alles nehmen, aber unser Wissen eben nicht

Wir wurden in eine paradoxe Welt hineingeboren, in Verstrickungen.

Wir sind weder gut noch richtig böse, aber die Gradwanderung dazwischen ist das, was wir jede Sekunde so gut es geht bewältigen müssen.

Welche Seite wir wählen?Uns überlassen!

Danke!

Der Versuch

Sie öffnet mit Schwung die schwere Tür, tritt unsicher und nervös herein.Doch noch bevor sie es verhindern kann fällt das alte Ungetüm auch schon wieder laut krachend ins Schloß.Sie erschreckt, geht jedoch langsam weiter.

Er betrachtet sie, wie sie sich ihren Weg bahnt.

Sie ist gut gelungen denkt er.Ihr kastanienbraunes Haar trägt sie kurz und strubelig, es bildet einen schönen Kontrast zu ihren grünen Augen und der hellen Haut mit den blassrosa Lippen.

Er schmunzelt, sie hat Sommersprossen, war eine klasse Idee!

Das Holz ächtzt kurz auf als sie sich setzt.Er merkt wie sie ihn fixiert.Seine glanzvollsten Zeiten sind längst vorbei,doch nun wie er sie so sieht,glänzen seine Augen und er empfindet nichts als Liebe.

Sie formt die Lippen um Worte zu bilden, doch als er endlich das Weiß ihrer Zähne erblickt hört er nur soetwas wie:“ Hmmmppff“

Er kräuselt die Stirn und legt den Kopf schief.Doch da springt sie auf, Tränen schießen ihr in die Augen und sie schreit laut:“ Was habe ich eigentlich erwartet?“

Sie rennt zur Tür und abermals kracht diese laut zu.Einige Kerzen flackern im Windzug andere erlischen.

„Ja was hast du eigentlich erwartet, ich hätte es so gerne gehört?“, denkt er.

Er beschließt, hier oder wo auch immer sie möchte, zu warten

Danke!

Laternentraum

möchte ich immerhin
so eine Laterne sein,
und die müßte vor deiner Türe sein
und den fahlen
Abend überstrahlen.

Oder am Hafen,
wo die großen Dampfer schlafen
und wo die Mädchen lachen,
würde ich wachen
an einem schmalen schmutzigen Fleet
und dem zublinzeln, der einsam geht.

In einer engen
Gasse möcht ich hängen
als rote Blechlaterne
vor einer Taverne –
und in Gedanken
und im Nachtwind schwanken
zu ihren Gesängen.

Oder so eine sein, die ein Kind
mit großen Augen ansteckt,
wenn es erschreckt entdeckt,
daß es allein ist und weil der Wind
so johlt an den Fensterluken –
und die Träume draußen spucken.

Ja, ich möchte immerhin,
wenn ich tot bin,
so eine Laterne sein,
die nachts ganz allein,
wenn alles schläft auf der Welt,
sich mit dem Mond unterhält –
natürlich per Du.“

– Wolfgang Borchert

 

Dich im Angesichts des Todes kennengelernt und nicht gewusst was du auslösen würdest.

Dich verloren bevor ich dich komplett gewinnen konnte.Kullerliebe gegeben und Kullertränen geweint.

Wollte dich hassen hatte dich verdrängt aber hattest dich reingedrängt.

Nun suche ich dich im Großstadtwirrwarr aber keine Laterne hat mich zu dir geführt.

Vielleicht leuchtest du heller als je zuvor in deinem Leben